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Dienstwagen: E-Auto vs. Verbrenner Österreich 2026

Tripbook Team
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Dienstwagen E-Auto vs. Verbrenner Österreich 2026 – Steuervergleich

Der Dienstwagen E-Auto vs. Verbrenner ist in Österreich 2026 eine zentrale Frage für Unternehmer und Arbeitnehmer. Rein elektrische Firmenwagen genießen massive Steuervorteile – von 0 € Sachbezug über NoVA-Befreiung bis zum Vorsteuerabzug. Doch seit April 2025 fällt auch für E-Autos die motorbezogene Versicherungssteuer an. Wie sieht der Gesamtvergleich tatsächlich aus?

Sachbezug: 0 € vs. bis zu 960 €/Monat

Der Sachbezug ist der größte laufende Kostenvorteil eines E-Dienstwagens. Wer ein rein elektrisches Firmenfahrzeug auch privat nutzt, zahlt keinen Sachbezug – keine Lohnsteuer, keine Sozialversicherung, keine Lohnnebenkosten.

FahrzeugtypSachbezugMax. monatlich
E-Auto (0 g CO2/km)0 %0 €
Verbrenner ≤ 126 g CO2/km1,5 %720 €
Verbrenner > 126 g CO2/km2 %960 €

Bei einem Verbrenner-Dienstwagen mit Anschaffungskosten von 50.000 € und einem CO2-Ausstoß über 126 g/km beträgt der Sachbezug 960 €/Monat (Höchstbetrag bei 2 %). Das ergibt 11.520 € jährlich als zusätzliches Bruttoeinkommen auf dem Lohnzettel. Alle Details zum Sachbezug findest du im Ratgeber Sachbezug Firmenwagen Österreich.

Rechenbeispiel: Jährliche Mehrbelastung

PositionVerbrenner (2 %)E-Auto
Sachbezug/Jahr11.520 €0 €
Lohnsteuer (42 %)~4.838 €0 €
Sozialversicherung (~18 %)~2.074 €0 €
Mehrbelastung Arbeitnehmer~6.912 €0 €

Auch der Arbeitgeber spart Lohnnebenkosten (DB, DZ, KommSt, BMSVG) auf den Sachbezug – das sind nochmals rund 30 % des Sachbezugswerts.

Dienstwagen Steuervergleich: E-Auto vs. Verbrenner Sachbezug

NoVA: E-Auto befreit, Verbrenner zahlt kräftig

Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) wird anhand des CO2-Ausstoßes berechnet. Da E-Autos 0 g/km emittieren, sind sie vollständig NoVA-befreit. Bei Verbrennern kann die NoVA je nach Emissionswert mehrere tausend Euro betragen – bei einem SUV mit 180 g CO2/km schnell über 10.000 €.

Fahrzeug (Beispiel)CO2 (WLTP)NoVA (ca.)
E-Auto0 g/km0 €
Mittelklasse-Diesel130 g/km~1.200 €
SUV Benziner180 g/km~12.000 €

Die NoVA erhöht beim Verbrenner die Anschaffungskosten und damit auch die Bemessungsgrundlage für den Sachbezug – ein doppelter Nachteil.

Vorsteuerabzug: Nur für E-Autos möglich

Verbrenner-PKW sind vom Vorsteuerabzug grundsätzlich ausgeschlossen. Für rein elektrische Firmenwagen gelten hingegen gestaffelte Regelungen:

  • Bis 40.000 € brutto: Voller Vorsteuerabzug (20 % = bis zu 6.667 €)
  • 40.000 bis 80.000 €: Aliquoter Vorsteuerabzug (anteilige Kürzung)
  • Über 80.000 €: Kein Vorsteuerabzug (Luxustangente)

Bei einem E-Auto um 40.000 € brutto spart sich das Unternehmen also 6.667 € an Vorsteuer – ein Vorteil, den Verbrenner-Firmenwagen nie haben. Mehr dazu im Artikel Elektroauto Sachbezug Österreich.

Degressive AfA: Schnellere Abschreibung für E-Autos

E-Autos dürfen degressiv mit 30 % pro Jahr (vom Buchwert) abgeschrieben werden. Verbrenner sind auf die lineare AfA über 8 Jahre beschränkt (12,5 %/Jahr).

JahrDegressive AfA (E-Auto, 40.000 €)Lineare AfA (Verbrenner, 40.000 €)
112.000 €5.000 €
28.400 €5.000 €
35.880 €5.000 €
Summe nach 3 Jahren26.280 €15.000 €

In den ersten drei Jahren schreibt das Unternehmen beim E-Auto also 75 % mehr ab als beim Verbrenner – das senkt die Steuerlast deutlich schneller.

Investitionsfreibetrag (IFB): Bis zu 22 % Extra-Abschreibung

Für E-Autos kann im Anschaffungsjahr ein Öko-Investitionsfreibetrag geltend gemacht werden. Im Zeitraum 1.11.2025 bis 31.12.2026 beträgt der erhöhte IFB 22 % (statt regulär 15 %).

Die Bemessungsgrundlage ist auf 40.000 € brutto (bzw. 33.333 € netto bei Vorsteuerabzug) gedeckelt. Das ergibt eine zusätzliche Gewinnminderung von bis zu 7.333 € (22 % von 33.333 €) im ersten Jahr. Verbrenner-PKW sind vom IFB ausgeschlossen.

Alle Details zu den Elektroauto-Förderungen in Österreich findest du in unserem Förder-Ratgeber.

Steuervorteile E-Auto vs. Verbrenner im Überblick

Motorbezogene Versicherungssteuer: E-Auto zahlt seit 2025

Seit 1. April 2025 fällt auch für E-Autos die motorbezogene Versicherungssteuer an. Sie richtet sich nach Eigengewicht und Nenndauerleistung. Die Steuer liegt für die Mehrheit der E-PKW unter 500 €/Jahr, kann bei leistungsstarken Modellen aber über 2.000 € betragen.

E-Auto (Beispiel)ca. Steuer/Jahr
Kompakt-Stromer (z. B. VW ID.3)~890 €
Mittelklasse (z. B. Tesla Model Y)~1.311 €
Kleinwagen (z. B. Fiat 500e)~125 €

Trotz dieser neuen Belastung bleibt die Gesamtsteuerrechnung des E-Autos weit unter der des Vergleichs-Verbrenners.

Gesamtvergleich: 5 Jahre mit einem 50.000-€-Firmenwagen

Kostenfaktor (5 Jahre)VerbrennerE-AutoVorteil E-Auto
Sachbezug-Belastung AN~34.560 €0 €34.560 €
NoVA (einmalig)~3.000 €0 €3.000 €
Vorsteuerabzug0 €~6.667 €6.667 €
IFB (22 %, einmalig)0 €~7.333 €7.333 €
Degr. AfA-Vorteil (3 J.)~11.280 €~11.280 €
Versicherungssteuer (5 J.)~3.000 €~4.500 €−1.500 €
Gesamtvorteil E-Auto~61.340 €

Die Zahlen verdeutlichen: Selbst unter Berücksichtigung der neuen Versicherungssteuer überwiegen die steuerlichen Vorteile des E-Dienstwagens massiv.

Laden des E-Dienstwagens: Was gilt 2026?

  • Am Arbeitsplatz: Laden beim Arbeitgeber ist steuerfrei – kein Sachbezug.
  • Zu Hause: Die 30-€-Pauschale ist seit 31.12.2025 entfallen. Es gilt nur noch kWh-genaue Zuordnung mit amtlichem Strompreis von 32,806 Cent/kWh.
  • Wallbox-Zuschuss: Der Arbeitgeber kann bis zu 2.000 € steuerfrei zur Wallbox beitragen.

Fazit: E-Dienstwagen lohnt sich steuerlich deutlich

Der Vergleich Dienstwagen E-Auto vs. Verbrenner fällt 2026 in Österreich eindeutig zugunsten des Elektrofahrzeugs aus. Sachbezug von 0 €, NoVA-Befreiung, Vorsteuerabzug, degressive AfA und der erhöhte Öko-IFB von 22 % ergeben zusammen einen steuerlichen Gesamtvorteil von über 60.000 € auf fünf Jahre. Die seit April 2025 fällige Versicherungssteuer schmälert diesen Vorsprung nur geringfügig.

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