Die Pendlerpauschale Österreich 2026 entlastet Arbeitnehmer, die regelmäßig zwischen Wohnung und Arbeitsstätte pendeln. Abhängig von der Entfernung und der Zumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel gibt es die kleine oder große Pendlerpauschale. Zusammen mit dem Pendlereuro bildet sie das wichtigste Steuerinstrument für Berufspendler in Österreich.
Kleine vs. große Pendlerpauschale
In Österreich gibt es zwei Varianten der Pendlerpauschale:
Kleine Pendlerpauschale
Die kleine Pendlerpauschale steht Arbeitnehmern zu, denen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zumutbar ist. Die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte muss mindestens 20 km betragen.
| Entfernung | Jahresbetrag | Monatsbetrag |
|---|---|---|
| 20–40 km | 756 € | 63 € |
| 40–60 km | 1.476 € | 123 € |
| über 60 km | 2.016 € | 168 € |
Große Pendlerpauschale
Die große Pendlerpauschale gilt, wenn die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel nicht zumutbar ist – etwa weil keine Verbindung existiert, die Fahrzeit unverhältnismäßig lang wäre oder eine körperliche Beeinträchtigung vorliegt. Sie beginnt bereits ab 2 km Entfernung.
| Entfernung | Jahresbetrag | Monatsbetrag |
|---|---|---|
| 2–20 km | 372 € | 31 € |
| 20–40 km | 1.476 € | 123 € |
| 40–60 km | 2.568 € | 214 € |
| über 60 km | 3.672 € | 306 € |
Voraussetzungen für die Pendlerpauschale
Um die Pendlerpauschale zu erhalten, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Regelmäßige Fahrten: Der Arbeitsweg muss an mindestens 11 Tagen pro Monat zurückgelegt werden (voller Anspruch) oder an 8–10 Tagen (zwei Drittel) bzw. 4–7 Tagen (ein Drittel)
- Kein Firmenfahrzeug: Wer einen Dienstwagen für den Arbeitsweg nutzt, hat keinen Anspruch auf die Pendlerpauschale
- Pendlerrechner: Seit 2014 ist der Pendlerrechner des BMF das maßgebliche Tool zur Ermittlung des Anspruchs
Aliquotierung bei Teilzeit
Arbeitnehmer, die nicht an jedem Arbeitstag pendeln, erhalten die Pendlerpauschale anteilig:
- 11+ Tage/Monat: Voller Betrag
- 8–10 Tage/Monat: Zwei Drittel
- 4–7 Tage/Monat: Ein Drittel
- Weniger als 4 Tage/Monat: Kein Anspruch
Mehr Details zur Teilzeitregelung findest du im Artikel Pendlerpauschale Teilzeit.
Pendlereuro als Ergänzung
Zusätzlich zur Pendlerpauschale steht Pendlern der Pendlereuro zu. Er beträgt 6 € pro Kilometer der einfachen Wegstrecke pro Jahr und wird direkt von der Steuerschuld abgezogen – er ist also ein Absetzbetrag, keine Werbungskosten.
Beispiel: 35 km Arbeitsweg
- Pendlereuro: 35 km × 6 € = 210 € Steuerersparnis pro Jahr
- Dieser Betrag wird zusätzlich zur Pendlerpauschale gewährt
Wie beantrage ich die Pendlerpauschale?
Es gibt zwei Wege, die Pendlerpauschale geltend zu machen:
1. Über den Arbeitgeber (L34)
Du kannst deinem Arbeitgeber das Formular L34 vorlegen. Dann wird die Pendlerpauschale bereits bei der monatlichen Lohnverrechnung berücksichtigt – dein Nettolohn steigt sofort.
2. Über die Arbeitnehmerveranlagung
Alternativ machst du die Pendlerpauschale in der jährlichen Arbeitnehmerveranlagung über FinanzOnline geltend. Das Finanzamt erstattet den zu viel bezahlten Betrag.
Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung: Pendlerpauschale beantragen.
Wann ist öffentlicher Verkehr unzumutbar?
Die Frage, ob die große oder kleine Pendlerpauschale zusteht, hängt von der Zumutbarkeit des öffentlichen Verkehrs ab. Unzumutbarkeit liegt vor, wenn:
- Kein öffentliches Verkehrsmittel auf der Strecke verkehrt
- Die Gesamtfahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln mehr als 120 Minuten (einfache Strecke) beträgt
- Die Gehstrecke zur nächsten Haltestelle mehr als 1.500 m beträgt
- Eine Behinderung die Nutzung verhindert (mit Nachweis)
- Die Arbeitszeiten eine Nutzung unmöglich machen (z.B. Schichtarbeit mit Arbeitsbeginn vor 6 Uhr)
Pendlerpauschale und Homeoffice
An Tagen, an denen im Homeoffice gearbeitet wird, fällt keine Fahrt zur Arbeitsstätte an. Das wirkt sich auf die Aliquotierung aus:
- Wer nur noch 2–3 Tage pro Woche ins Büro fährt, erreicht möglicherweise nicht mehr 11 Tage pro Monat
- In diesem Fall wird die Pendlerpauschale auf zwei Drittel oder ein Drittel reduziert
- Parallel kann die Homeoffice-Pauschale genutzt werden
Häufige Fehler vermeiden
- Pendlerrechner nicht verwendet: Ohne Pendlerrechner-Ausdruck kann das Finanzamt die Pauschale aberkennen
- Firmenfahrzeug nicht angegeben: Wer einen Dienstwagen nutzt, hat keinen Anspruch
- Homeoffice-Tage nicht berücksichtigt: Zu hohe Angaben bei den Pendeltagen führen zu Rückforderungen
- Entfernung falsch berechnet: Maßgeblich ist die Entfernung laut Pendlerrechner, nicht die geschätzte Strecke
Fazit: Pendlerpauschale Österreich 2026 sichern
Die Pendlerpauschale Österreich 2026 ist ein wichtiger Steuervorteil für alle Berufspendler. Prüfe mit dem Pendlerrechner des BMF, ob dir die kleine oder große Pauschale zusteht, und vergiss nicht den zusätzlichen Pendlereuro. Mit Tripbook dokumentierst du deine täglichen Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte automatisch und hast im Falle einer Prüfung alle Nachweise griffbereit.