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EPU Autokosten absetzen: Kilometergeld oder Kosten

EPU Autokosten absetzen in Österreich 2026: Kilometergeld 0,50 €/km vs. tatsächliche Kosten, Fahrtenbuch-Pflicht und E-Auto-Vorteile.

Tripbook-TeamAktualisiert am · 3 Min. Lesezeit

Als EPU Autokosten absetzen gehört zu den wichtigsten steuerlichen Optimierungen für Einpersonenunternehmen in Österreich 2026. Ob du dein privates Auto für Kundenbesuche nutzt oder ein Fahrzeug im Betriebsvermögen hast – die Fahrzeugkosten sind oft eine der größten Betriebsausgaben. Du hast die Wahl zwischen dem einfachen Kilometergeld von 0,50 €/km und dem Ansatz der tatsächlichen Fahrzeugkosten.

Methode 1: Kilometergeld-Pauschale

Die einfachste Methode für EPU ist das amtliche Kilometergeld gemäß Kilometergeldverordnung (BGBl II Nr. 289/2024):

  • PKW / Kombi: 0,50 €/km
  • Motorrad: 0,25 €/km
  • Fahrrad / E-Bike: 0,25 €/km (max. 3.000 km/Jahr)
  • Maximum PKW: 30.000 km/Jahr (= 15.000 € Betriebsausgabe)
  • Mitfahrer-Zuschlag: +0,15 €/km pro Person

Der entscheidende Vorteil: Du brauchst keine Einzelbelege für Treibstoff, Versicherung, Wartung etc. Die Pauschale deckt alle Fahrzeugkosten ab. Es genügen Fahrtaufzeichnungen mit Datum, Strecke und betrieblichem Zweck.

Für wen ist das Kilometergeld ideal?

  • EPU mit weniger als 30.000 betrieblichen km/Jahr
  • Besitzer älterer, günstiger Fahrzeuge (tatsächliche Kosten unter 0,50 €/km)
  • Wer den Verwaltungsaufwand minimieren möchte
  • Einnahmen-Ausgaben-Rechner, die keine Bilanz erstellen

Mehr Details: Kilometergeld für Selbstständige

Methode 2: Tatsächliche Fahrzeugkosten

Bei dieser Methode setzt du den betrieblichen Anteil aller tatsächlichen Fahrzeugkosten als Betriebsausgabe ab:

  • Treibstoff- bzw. Ladekosten
  • Kfz-Versicherung
  • Motorbezogene Versicherungssteuer
  • Wartung, Service und Reparaturen
  • Abschreibung (AfA) oder Leasingrate
  • Vignette, Maut, Parkgebühren

Voraussetzung: Lückenloses Fahrtenbuch

Für den Ansatz der tatsächlichen Kosten brauchst du ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch, um den betrieblichen Nutzungsanteil zu belegen. Ohne Fahrtenbuch akzeptiert das Finanzamt nur das Kilometergeld.

Beispiel: 25.000 km/Jahr, davon 18.000 km betrieblich = 72 % betriebliche Nutzung

  • Gesamte Fahrzeugkosten: 10.000 €/Jahr
  • Absetzbar: 10.000 € × 72 % = 7.200 € Betriebsausgabe
Kilometergeld
  • 0,50 € pro betrieblichem km
  • Keine Belege
  • Höchstens 30.000 km
  • Kein Vorsteuerabzug
Tatsächliche Kosten
  • Kosten × betrieblicher Anteil
  • Unbegrenzte km
  • Fahrtenbuch Pflicht
  • Alle Belege sammeln

Vergleichsrechnung: Welche Methode ist besser?

PositionKilometergeldTatsächliche Kosten
Betriebliche km/Jahr18.00018.000
Betriebsausgabe18.000 × 0,50 = 9.000 €10.000 × 72 % = 7.200 €
VerwaltungsaufwandGeringHoch
VorsteuerabzugNeinJa (bei über 50 % betrieblich)

In diesem Beispiel ist das Kilometergeld vorteilhafter (9.000 € vs. 7.200 €). Bei einem teureren Neuwagen mit höheren Gesamtkosten (z. B. 16.000 €/Jahr) dreht sich das Verhältnis: 16.000 × 72 % = 11.520 € > 9.000 € Kilometergeld.

Faustregel: Kilometergeld lohnt sich bei günstigen Autos, tatsächliche Kosten bei teuren Neuwagen und hohem betrieblichen Anteil.

Auto im Betriebsvermögen

Liegt der betriebliche Nutzungsanteil über 50 %, gehört das Fahrzeug zum Betriebsvermögen. Das hat folgende Konsequenzen:

  • Alle Kosten sind Betriebsausgaben (der private Anteil wird als Privatentnahme gegengerechnet)
  • AfA (Abschreibung) über die Nutzungsdauer möglich
  • Vorsteuerabzug möglich (bei E-Auto bis 40.000 € Brutto voll)
  • Investitionsfreibetrag: 15 % (E-Auto: 22 %)
  • Achtung: Der Verkaufserlös ist steuerpflichtig

Bei unter 50 % Betriebsnutzung bleibt das Auto im Privatvermögen. Dann wählst du zwischen Kilometergeld und anteiligen tatsächlichen Kosten.

E-Auto als EPU: Maximale Steuervorteile

E-Autos bieten Einpersonenunternehmen in Österreich 2026 einzigartige Vorteile:

  • Vorsteuerabzug: Voll bis 40.000 € Brutto-Anschaffungspreis (= bis 6.667 € Erstattung)
  • Keine NoVA: Komplette Befreiung von der Normverbrauchsabgabe
  • Keine motorbezogene Versicherungssteuer: Spart mehrere hundert Euro pro Jahr
  • Erhöhter Investitionsfreibetrag: 22 % statt 15 % (befristet bis Ende 2026)
  • Degressive AfA: Beschleunigte Abschreibung möglich
  • E-Auto Förderungen: Zusätzliche Bundes- und Landesförderungen

5 Tipps für EPU zum Autokosten-Absetzen

  1. Beide Methoden jährlich vergleichen – die günstigere wählen (Wechsel zwischen den Jahren ist möglich)
  2. Fahrtenbuch immer führen – auch beim Kilometergeld empfohlen, da es als Nachweis bei Prüfungen dient
  3. 30.000-km-Grenze beachten – ab dem 30.001. km wird zwingend auf tatsächliche Kosten umgestellt
  4. E-Auto prüfen – oft die steuerlich optimale Lösung durch Vorsteuerabzug und IFB
  5. Aufbewahrungspflicht einhalten – Fahrtenbuch und Belege 7 Jahre aufbewahren

Fazit: EPU Autokosten 2026 optimal absetzen

Als EPU hast du die Wahl zwischen dem Kilometergeld (0,50 €/km, max. 15.000 €/Jahr) und den tatsächlichen Fahrzeugkosten. Vergleiche beide Methoden und wähle die günstigere. Bei einem E-Auto im Betriebsvermögen kombinierst du Vorsteuerabzug, IFB und NoVA-Befreiung zu einem maximalen Steuervorteil. Mit Tripbook erfasst du alle betrieblichen Fahrten automatisch per GPS und hast die Grundlage für beide Berechnungsmethoden jederzeit griffbereit.

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