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EPU Autokosten absetzen: Kilometergeld oder Kosten

Tripbook Team
#EPU#Autokosten#Kilometergeld#Betriebsausgabe#2026
EPU Autokosten absetzen - Kilometergeld oder tatsächliche Kosten

Als EPU Autokosten absetzen gehört zu den wichtigsten steuerlichen Optimierungen für Einpersonenunternehmen in Österreich 2026. Ob du dein privates Auto für Kundenbesuche nutzt oder ein Fahrzeug im Betriebsvermögen hast – die Fahrzeugkosten sind oft eine der größten Betriebsausgaben. Du hast die Wahl zwischen dem einfachen Kilometergeld von 0,50 €/km und dem Ansatz der tatsächlichen Fahrzeugkosten.

Methode 1: Kilometergeld-Pauschale

Die einfachste Methode für EPU ist das amtliche Kilometergeld gemäß Kilometergeldverordnung (BGBl II Nr. 289/2024):

  • PKW / Kombi: 0,50 €/km
  • Motorrad: 0,25 €/km
  • Fahrrad / E-Bike: 0,25 €/km (max. 3.000 km/Jahr)
  • Maximum PKW: 30.000 km/Jahr (= 15.000 € Betriebsausgabe)
  • Mitfahrer-Zuschlag: +0,15 €/km pro Person

Der entscheidende Vorteil: Du brauchst keine Einzelbelege für Treibstoff, Versicherung, Wartung etc. Die Pauschale deckt alle Fahrzeugkosten ab. Es genügen Fahrtaufzeichnungen mit Datum, Strecke und betrieblichem Zweck.

Für wen ist das Kilometergeld ideal?

  • EPU mit weniger als 30.000 betrieblichen km/Jahr
  • Besitzer älterer, günstiger Fahrzeuge (tatsächliche Kosten unter 0,50 €/km)
  • Wer den Verwaltungsaufwand minimieren möchte
  • Einnahmen-Ausgaben-Rechner, die keine Bilanz erstellen

Mehr Details: Kilometergeld für Selbstständige

Methode 2: Tatsächliche Fahrzeugkosten

Bei dieser Methode setzt du den betrieblichen Anteil aller tatsächlichen Fahrzeugkosten als Betriebsausgabe ab:

  • Treibstoff- bzw. Ladekosten
  • Kfz-Versicherung
  • Motorbezogene Versicherungssteuer
  • Wartung, Service und Reparaturen
  • Abschreibung (AfA) oder Leasingrate
  • Vignette, Maut, Parkgebühren

Voraussetzung: Lückenloses Fahrtenbuch

Für den Ansatz der tatsächlichen Kosten brauchst du ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch, um den betrieblichen Nutzungsanteil zu belegen. Ohne Fahrtenbuch akzeptiert das Finanzamt nur das Kilometergeld.

Beispiel: 25.000 km/Jahr, davon 18.000 km betrieblich = 72 % betriebliche Nutzung

  • Gesamte Fahrzeugkosten: 10.000 €/Jahr
  • Absetzbar: 10.000 € × 72 % = 7.200 € Betriebsausgabe

EPU Autokosten: Methoden im Vergleich

Vergleichsrechnung: Welche Methode ist besser?

PositionKilometergeldTatsächliche Kosten
Betriebliche km/Jahr18.00018.000
Betriebsausgabe18.000 × 0,50 = 9.000 €10.000 × 72 % = 7.200 €
VerwaltungsaufwandGeringHoch
VorsteuerabzugNeinJa (bei über 50 % betrieblich)

In diesem Beispiel ist das Kilometergeld vorteilhafter (9.000 € vs. 7.200 €). Bei einem teureren Neuwagen mit höheren Gesamtkosten (z. B. 16.000 €/Jahr) dreht sich das Verhältnis: 16.000 × 72 % = 11.520 € > 9.000 € Kilometergeld.

Faustregel: Kilometergeld lohnt sich bei günstigen Autos, tatsächliche Kosten bei teuren Neuwagen und hohem betrieblichen Anteil.

Auto im Betriebsvermögen

Liegt der betriebliche Nutzungsanteil über 50 %, gehört das Fahrzeug zum Betriebsvermögen. Das hat folgende Konsequenzen:

  • Alle Kosten sind Betriebsausgaben (der private Anteil wird als Privatentnahme gegengerechnet)
  • AfA (Abschreibung) über die Nutzungsdauer möglich
  • Vorsteuerabzug möglich (bei E-Auto bis 40.000 € Brutto voll)
  • Investitionsfreibetrag: 15 % (E-Auto: 22 %)
  • Achtung: Der Verkaufserlös ist steuerpflichtig

Bei unter 50 % Betriebsnutzung bleibt das Auto im Privatvermögen. Dann wählst du zwischen Kilometergeld und anteiligen tatsächlichen Kosten.

E-Auto als EPU: Maximale Steuervorteile

E-Autos bieten Einpersonenunternehmen in Österreich 2026 einzigartige Vorteile:

  • Vorsteuerabzug: Voll bis 40.000 € Brutto-Anschaffungspreis (= bis 6.667 € Erstattung)
  • Keine NoVA: Komplette Befreiung von der Normverbrauchsabgabe
  • Keine motorbezogene Versicherungssteuer: Spart mehrere hundert Euro pro Jahr
  • Erhöhter Investitionsfreibetrag: 22 % statt 15 % (befristet bis Ende 2026)
  • Degressive AfA: Beschleunigte Abschreibung möglich
  • E-Auto Förderungen: Zusätzliche Bundes- und Landesförderungen

E-Auto für EPU: Steuervorteile

5 Tipps für EPU zum Autokosten-Absetzen

  1. Beide Methoden jährlich vergleichen – die günstigere wählen (Wechsel zwischen den Jahren ist möglich)
  2. Fahrtenbuch immer führen – auch beim Kilometergeld empfohlen, da es als Nachweis bei Prüfungen dient
  3. 30.000-km-Grenze beachten – ab dem 30.001. km wird zwingend auf tatsächliche Kosten umgestellt
  4. E-Auto prüfen – oft die steuerlich optimale Lösung durch Vorsteuerabzug und IFB
  5. Aufbewahrungspflicht einhalten – Fahrtenbuch und Belege 7 Jahre aufbewahren

Fazit: EPU Autokosten 2026 optimal absetzen

Als EPU hast du die Wahl zwischen dem Kilometergeld (0,50 €/km, max. 15.000 €/Jahr) und den tatsächlichen Fahrzeugkosten. Vergleiche beide Methoden und wähle die günstigere. Bei einem E-Auto im Betriebsvermögen kombinierst du Vorsteuerabzug, IFB und NoVA-Befreiung zu einem maximalen Steuervorteil. Mit Tripbook erfasst du alle betrieblichen Fahrten automatisch per GPS und hast die Grundlage für beide Berechnungsmethoden jederzeit griffbereit.

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